Unser pädagogischer Ansatz

Unser pädagogischer Ansatz – die systemische Sichtweise

Erziehen heißt, Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder zu tragen. Eltern und Erzieher/innen übernehmen diese Aufgabe zu unterschiedlichen Teilen. Als familienergänzende und –unterstützende Einrichtung legen wir großen Wert auf eine gute Erziehungspartnerschaft. Sie erleichtert den Kindern die Übergänge (Elternhaus/Krippe/Kindergarten/Schule/Hort) und hilft ihnen dabei, sich in den verschiedenen Lebensbereichen wohl zu fühlen, zu lernen und sich zu entwickeln.
Wir sehen die Kinder als Persönlichkeiten, die mit uns in Interaktion treten und ihrerseits die Umwelt beeinflussen.
Wie bei einem Mobile stehen Mutter, Vater, Kinder, Erzieher/innen, andere für die Familie wichtige Personen und Umstände wechselseitig in Beziehung. Eine einzelne Veränderung oder ein Ereignis wirkt sich auf das gesamte Mobile aus. Das System bewegt sich, Positionen kommen ins Wanken oder verschieben sich, bis das gesamte Mobile sich wieder ins Gleichgewicht bringt. Aus dieser Erkenntnis heraus ist es uns wichtig, den Blick auf das Ganze zu haben und mit den Eltern, den Fachleuten, der Schule usw. zusammenzuarbeiten.

„Als Erziehende sind wir begleitende Partner, die dem Kind durch ständige Rückmeldungen einen Weg zu Selbstständigkeit und Selbstverantwortung aufzuzeigen“ (Klaus Utz, Gesprächs- und Familientherapeut). In der Fachsprache verwendet man den Begriff „systemische Sichtweise im Erziehungsprozess“.
In unserem Tagesablauf, durch die Gruppenöffnung, das „Freie Spiel“, die gezielten Angebote und insbesondere durch unser Erzieherverhalten möchten wir den Kindern ermöglichen, zu „wachsen“. Wir geben ihnen Orientierung und ermuntern sie, ihren Selbstwert zu entdecken und zu leben.

Unter Berücksichtigung der Lebenssituation unserer Kinder mit ihren Familien kristallisiert sich für uns folgendes Leitbild bzw. pädagogisches Hauptziel, heraus:

 

Beste Entwicklungs- und Bildungschancen für die Kinder mit Raum, Zeit, Persönlichkeit

 

Wir orientieren uns am Menschen und der Schöpfung und schätzen diese!

  • Individuelle Förderung
  • Basiskompetenzen
  • Kinderschutz
  • Ethisch und religiöse Bildung und Erziehung; Emotionalität und soziale Beziehungen
  • Sprachliche Bildung und Förderung
  • Mathematische Bildung
  • Naturwissenschaftliche und technische Bildung
  • Umweltbildung und –erziehung
  • Informationstechnische Bildung, Medienbildung und -erziehung
  • Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
  • Musikalische Bildung und Erziehung
  • Bewegungserziehung und -förderung, Sport
  • Gesundheitserziehung
  • Beteiligung (Partizipation)
  • Interkulturelle Erziehung
  • Geschlechtersensible Erziehung

 

Das Kind entwickelt sich zu einer
eigenständigen Persönlichkeit

• Es fühlt sich im Kindergarten wohl und entfaltet sich dort.
• Es findet seinen Platz in der Gruppe.
• Es entwickelt zunehmende Selbstständigkeit im Verlauf der Kindergartenzeit.
• Es entwickelt ein Bewusstsein für sich.
• Es lernt, seine Bedürfnisse, Anliegen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Interessen kennen, in Worte zu fassen und bringt diese in den Kindergartenalltag ein.
• Es schätzt sich als einzigartige Person.

 

Das Kind übt sich im sozialen Umgang mit anderen

• Es teilt sich/seine Bedürfnisse zunehmend den anderen mit.
• Es hat Freude, sich mit Gleichgestellten – sprich mit Kindern – zusammenzutun und gemeinsam etwas zu unternehmen, zu spielen.
• Es zeigt Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit anderen, unterstützt und hilft.
• Es toleriert und achtet andere Kinder und Erwachsene.
• Es übt sich darin, Konflikte mit anderen anzusprechen und Konfliktlösungen selbst oder mit anderen gemeinsam zu finden.
• Es lernt in gesundem Maß, sich anzupassen oder sich zurückzunehmen – zugunsten der Gruppe oder einzelner Personen.

 

Das Kind lernt den wertorientierten und bewussten Umgang mit Umwelt und Natur

• Das Kind entdeckt das nähere Umfeld.
• Es entwickelt ein Bewusstsein für die Umwelt und die Natur und schätzt diese.
• Es übt Fertigkeiten und lernt den Umgang mit Material und Werkzeug.
• Es beschäftigt sich aktiv mit der Natur und der Umwelt, setzt sich dabei kreativ auseinander.
• Das Kind erlebt Ausschnitte von Umwelt und Natur ganzheitlich, d.h. mit allen Sinnen.

 

Das Kind erweitert sein Wissen und seine Kompetenzen

 
• Das Kind erweitert sein Wissen, indem es bewusst wahrnimmt, sich aktiv (allein oder mit anderen) mit Dingen und Themen auseinandersetzt, Neugierde und Offenheit zeigt.
• Es setzt seine eigene Phantasie und Kreativität (durch Denken und Tun) ein und entfaltet sie.
• Es erkennt altersentsprechend logische Zusammenhänge im Alltag (Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Grenzsituationen)
• Das Kind lernt zunehmend, den eigenen Lernprozess wahrzunehmen und zu benennen.
• Es erweitert sprachliche, musische und motorische Kompetenzen.

 

Das Kind entwickelt das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise

• Es entwickelt ein Körperbewusstsein (Wahrnehmung der Empfindungen und Bedürfnisse)
• Das Kind lernt zunehmend, mit dem eigenen Körper gesund und gut umzugehen (Hygiene, Pflege, gesunde Ernährung, Schutz und Versorgung)
• Es bewegt sich seinen Bedürfnissen entsprechend und erweitert zunehmend seine Bewegungsfähig- und
-fertigkeiten.

Laut dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz bieten Kindertageseinrichtungen jedem einzelnen Kind vielfältige und entwicklungsangemessene Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten, um beste Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten.
Soweit es in unserer Kompetenz steht, wirken wir Entwicklungsrisiken entgegen und befähigen die Kinder zur Integration.
Die Kinder werden altersgerecht bzw. entsprechend ihrer Fähigkeiten in der Gestaltung des Kindergartenalltags einbezogen (Partizipation).

 

Abgeleitet davon haben wir folgende pädagogischen Ziele und Schwerpunkte entwickelt:
Unsere Pädagogischen Ziele und Schwerpunkte

Bildungs- und Erziehungsziele nach AVBayKiBiG finden Sie unter: http://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/baykibig/avbaykibig.php